CHRISTIAN HUTZINGER

MEMORY


Ausstellungseröffnung / opening: 14.4.2026, 18-21 Uhr

Ausstellungsdauer / duration: 15.4.-16.5.2026


12.5.2026, 19:00 Uhr
: Artist talk mit Dr. Rainer Fuchs



projektraumviktorbucher
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CHRISTIAN HUTZINGER (*1966, Vienna). Works and lives in Vienna.

Dort, wo Farbe und Form sich treffen und radikal gegenüberstehen, deuten sich widersprüchlicherweise Begegnungen weicher Symbiosen und nur zart kompetitiver Wechselspiele an, denn: So klar die einzelnen Körper und Ebenen voneinander getrennt zu sein scheinen, stehen diese dennoch nicht in Konkurrenz zueinander. Viel eher zeigen sich versöhnliche Felder, die in friedlicher und humorvoller Interaktion mit dem sie umgegebenen Raum zu nicht weniger als eigenständigen Orten werden. Durch die kontinuierlich emailhafte Geschlossenheit der Oberfläche und ohne einen sichtbaren Duktus leugnet Christian Hutzinger zunächst jeden noch so performativen Vorgang innerhalb des Malprozesses. Die formale Gestaltungsweise der Leinwand enthebt die Malerei so anfänglich ihrer zeitlichen Dimension und konstruiert sie weit jenseits von Werden und Vergehen. In diesem malerisch zeitlichen Vakuum liegt es daraufhin an den Kompositionen der einzelnen Motive, Bewegung und damit Abfolge, weiter Zeit durch Relation zu anderen Motiven zu initiieren. Langsam erarbeiten sich die Bilder so ausgehend von Präzision und vorgeblicher Eindeutigkeit ihren Weg aus der Ebene in den Raum und von dort weiter in die Wahrnehmung der Betrachtenden … Niklas Koschel  

 EN

Where color and form meet and stand in radical opposition, paradoxically, encounters of soft symbiosis and only subtly competitive interplay emerge, for: as clearly as the individual bodies and planes appear to be separated from one another, they are nevertheless not in competition. Rather, conciliatory fields appear, which, in peaceful and humorous interaction with the surrounding space, become nothing less than independent places. Through the continuous, enamel-like uniformity of the surface and without a visible brushstroke, Christian Hutzinger initially denies any performative process within the painting process. The formal arrangement of the canvas initially removes painting from its temporal dimension, constructing it far beyond becoming and passing away. In this painterly temporal vacuum, it then falls to the compositions of the individual motifs to initiate movement and thus sequence, and further time through their relation to other motifs. Slowly, starting from precision and apparent clarity, the paintings thus work their way from the two-dimensional plane into three-dimensional space, and from there into the perception of the viewer … Niklas Koschel